Abzocke im Gesundheitswesen

… So lautete der Titel einer Sendung des SWR-Fernsehens in der Sendereihe Odysso. Tatsächlich stellen wir fest, dass die Krankenversicherung immer teurer wird und es gibt immer weniger und miserabler Leistungen dafür, die Versicherten müssen immer mehr Abstriche hinnehmen. Kann das denn wirklich richtig sein? Woran liegt das? Warum ist das so? Warum reicht das Geld hinten und vorne nicht? Wohin fliessen die Milliarden, die Beiträge der Versicherten?

In der Sendung wurden nur einige der Gründe dafür angesprochen. So z.B. überflüssige Operationen. Ganz besonders im Schulterbereich wird häufig und schnell operiert. Danach kommt es nicht selten vor, dass die betroffenen Patienten, statt der von der Operation erhoffte Besserung, eher noch mehr Beschwerden haben. Es wird dringen dazu geraten vor einer solchen Eingriff eine zweite Meinung einzuholen. Das könnte verhindern, dass man unnötig operiert wird.

Die Diagnose lautet in vielen Fällen „Impingement“ – das ist eine Verengung im Schultergelenk. Schmerzen treten besonders nachts auf, oder bei Armbewegungen nach hinten, aber auch zur Seite oder nach vorne.

Für die Behandlung dieser Beschwerden gibt es verschiede Methoden. Häufig würde aber schon eine gezielte Kräftigung der Muskulatur deutliche Besserung bringen. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht. Ich hatte über längere Zeit diese typischen Schmerzen in beiden Schultern, aber besonders rechts. Am dachte ich, es wird schon wieder vergenehn. Aber die Schmerzen nahmen mit der Zeit zu. Langsam bekam ich es mit der Angst zu tun. Und ich wollte auf keinen Fall operiert werden.

Ein Schlüsselerlebnis, im Urlaub auf Malloca, brachte mich zu dem Entschluss, konsequent meine Muskeln zu kräftigen. Wir waren mit Freunden dort, waren lustig und ausgelassen, und wir machten Spiele. Jeder sollte im laufe des Spiels irgendwelche Aufgaben meistern. Ich sollte einen Handstand an einer Wand machen. Ich dachte, kein Problem, das mache ich mit Links. Hab in meiner Kindheit und in meiner Jugend oft genug gemacht. Ich war nicht schlecht erstaunt und überrascht, als ich plötzlich auf meinen Kopf fiel. Meine Hände und Arme hielten mein Körpergewicht nicht mehr. Am Kopf bin ich zum Glück nur leicht verletzt worden. Aber es hat bei mir regelrecht geklingelt und mir wurde klar, dass meine Muskel sich wohl ziemlich abgebaut haben. Deshalb hatte ich auch die Schulterschmerzen! Das war Anfang September 2010. Seit dem mache ich regelmässig mein kleines Sportprogramm, was natürlich auch Liegestützen enthält. Seit dem habe ich so gut wie keine Schulterschmerzen mehr. Nur noch ganz selten und nur ganz leicht. Kann ich nur Jedem dazu raten. Das ist viel besser als Operation.

Damit können wir zwar die Kostenexplosion im Gesundheitswesen sicher nicht stoppen. Aber unter Umständen können wir einer unnötigen Operation entgehen, uns wohler fühlen und uns schmerzfrei bewegen. Yuhuuu!

Bitte macht Ihr das auch! Ihr könnt mich jederzeit gerne anschreiben, mich was fragen oder Eure Erfahrungen mitteilen. Das würde mich sehr interessieren. Bei entsprechendem Vertrauen können wir auch gerne telefonieren und plaudern.

Eure Edit

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